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20 Januar 2026

Waldorf - Schnecken - Band

 


In einem Kindergarten wurde zu Anfang des Schuljahres viel umgeräumt, ausgeräumt und viel gefunden.
In einer Kiste auch ganz viel Wolle und Baumwollgarn. 
Da sehr viel davon vorhanden war, durfte ich mir etwas ausdenken.

Da ich mich mit der Waldorf - Pädagogik sehr beschäftige und mir das Naturverbundene und Einfache sehr anspricht, fand ich die Idee mit den sog. Schneckenbändern geradezu ideal, 
als Garnreste-Verarbeitung.

    "Weniger ist mehr"
    ein einfaches Band lässt mehr Raum für die innere Bildkraft 
    als ein fertiges Spielzeug.

Das Häkeln von Schneckenbändern ist sehr einfach:

Du brauchst Baumwollgarn, ich habe hier zwei dünne Fäden genommen. 
Je dicker das Garn, umso stabiler das Band später. 

Schlage eine Luftmaschenkette an, die zwischen 1m -3m lang ist.
Muss nicht genau sein.

Dann werden 6 Reihen Feste Maschen gehäkelt, das dauert etwas...

Fäden vernähen, fertig!

Anhaltspunkt: Knäuel à 50g  Lauflänge ca. 125m  Nadelstärke 2.5 - 3.5, 
für genauere Angaben und Häkeln mit neuen oder ähnlichen Knäueln.
Das Band wird dann ca. 3 - 4 cm breit. 






Die Bänder sind universell spielbar, lediglich um den Hals getragen würde ich davon abraten!!


Hier im Spiel: die Abwasserleitung eines Bauernhofdaches.


Abwasserleitung kommt in die Sauberwasserleitung...

Im Spiel so von den Kindern gehört;)


Beim Aufräumen dann wieder schön zusammen gerollt und in die Schublade versorgt.
Es freut mich so, wenn die Sachen Freude und Unterstützung beim Lernen bieten.


Das wäre eine Idee, wie mit Garnresten ein tolles Spielzeug gefertigt werden könnte;)
Einfach, formfrei, freies Fantasievolles Spiel ist möglich, trainiert Fein- und Grobmotorik, Sinnesempfindungen.



Allen einen schönen Tag und kramt doch mal etwas in der Restekiste;)


Herzlich, Rita














07 Januar 2026

Regenbogen-Sonnen


Ich arbeite nun schon länger als Klassenassistenz an einer Dorfschule in den Kindergärten und den 1./2. Klassen. Es macht mir viel Freude und war an Weihnachten schon gerührt, als ich vereinzelt kleine Weihnachtsgeschenke von Kindern bekam. 


Mir war es dann wichtig, mich bei den Kindern und ihren Eltern zu bedanken.

Ich hatte irgendwo mal etwas in der Art gesehen und da ich von einer lieben Freundin mal eine Schachtel mit leeren Aquarell-Postkarten zum Bemalen geschenkt bekommen hatte, waren diese nun genau richtig.


Die Karten klebte ich kurzerhand mit etwas Washi-Tape ab und gleichzeitig an den Tisch, so verrutschte nichts. Dann mit Wonne mit Aquarellfarbe die Sonne und ihre farbigen Strahlen gemalt. 


Als die Farbe trocken war, dann einfach das Tape vorsichtig abgezogen und mit einem schwarzen Maker das einfache Gesicht gemalt, fertig!


Noch ein paar goldene Glitzer-Spritzer, fertig!

Die Übergabe war sehr herzig, die Kinder freuten sich über die bunte und lustige Karte. 
Das war sehr schön mitzuerleben.

Simpel und doch fröhlich.



Auch von mir an Euch da draussen ein liebes Dankeschön, 
dass Ihr mich besucht und an meinen Alltagseinblicken Freude habt! 
Auf ein neues, möglichst buntes Jahr!



Allen wünsche ich nun einen schönen und möglichst farbenfrohen Tag!

Herzlich, Rita



 

11 Dezember 2025

Christmas-Crunch!

Dieses etwas ungewöhnliche Gemisch, gehört zu den Lieblingen meiner Buben in der Adventszeit.

Es hat seinen Ursprung vor Jahren, als das Wichteln in der Schule jeweils ein grosses Thema war.

 

Die Idee stammt nicht von mir sondern ist ein Hit aus Amerika.
Ich habe ihn aufgegriffen, abgeändert und zu etwas Eigenem gemacht.

Die Mischung zwischen salzig, süss, zimtig, hart, weich, schmelzend, knusprig....machts wohl aus.










Christmas-Crunch für 1 Backblech


Zutaten:

2 Tassen kleine Salzbrezeln
2 Tassen Zini-Minis (Zimt-Zucker-Kissen)

3 Tafeln weisse Schokolade

M&M's , Decko-Streu-Zucker

Backblech mit Backpapier belegt.


So geht's:

  1. Je 2 Tassen kleine Salz-Brezeln und die Zini-Minis in eine Schüssel geben und mischen.
  2. 3 Tafeln weisse Schokolade sanft auf kleinem Feuer schmelzen und in die Schüssel giessen und alles mischen.
  3. Die klebrige Masse zügig auf das ausgelegte Backblech giessen und regelmässig dick verteilen.
  4. Darauf nach Geschmack M&M's und Decko-Zucker streuen, M&M's etwas andrücken, damit sie kleben bleiben. 
  5. An der Kühle, am besten über Nacht fest werden lassen.

Das Rezept ist hier ein Leitfaden, der beliebig mit anderen Zutaten und Süssigkeiten ergänzt oder abgeändert werden kann. Für meine Buben ist dies hier ihre Lieblingsmischung.
So ein Säckchen mit diesem lustigen Crunch war und ist noch immer seeehr beliebt und ein unerwarteter Hit!


Allen einen ganz schönen Nachmittag!

Herzlich, Rita

05 Dezember 2025

Kinder- Weihnachtsgeschenks- Tipp: Knete selbstgemacht

 


Erst kürzlich fragte ich mich, was Knete bei Kindern und auch Lehrpersonen so beliebt macht.
Ich fing an darüber nachzudenken und zu forschen:

Das Kneten (mit Knete, Ton, Modelliermasse usw.) hat für Kinder eine ganze Reihe von positiven Wirkungen 

- sowohl in der Entwicklung als auch im emotionalen Bereich:


 1. Förderung der Feinmotorik

Durch Drücken, Rollen, Ziehen, Zupfen und Formen werden 

Finger-, Hand- und Handgelenksmuskeln gestärkt.

Diese Muskeln sind wichtig für spätere Fähigkeiten wie Schreiben, Schneiden, Malen oder das Schließen von Knöpfen.


 2. Unterstützung der Gehirnentwicklung

Kneten trainiert die Hand-Auge-Koordination.

Es fördert die räumliche Wahrnehmung, da Kinder Formen, Größen, Mengen und Strukturen erforschen.

Es stimuliert beide Gehirnhälften: die kreative und die analytische.


 3. Kreativität und Fantasie

Kinder können frei experimentieren und eigene Ideen umsetzen.

Knete hat kein „richtig“ oder „falsch“ – das stärkt das kreative Denken und die Problemlösungsfähigkeit.


 4. Emotionale Entwicklung & Stressabbau

Kneten wirkt oft beruhigend und kann Stress und innere Unruhe abbauen.

Es bietet eine sensorische Beschäftigung, die vielen Kindern hilft, 

Gefühle zu regulieren.

 


5. Sprachförderung

Beim gemeinsamen Kneten erzählen Kinder oft, was sie formen.

Das unterstützt Wortschatz, Satzbau und kommunikative Fähigkeiten.


6. Soziale Kompetenz

Beim gemeinsamen Kneten lernen Kinder teilen, absprechen, Vergleiche machen („Wer hat die längere Schlange?“) und miteinander gestalten.


7. Naturwissenschaftliches Verständnis

Kinder erleben physische Eigenschaften wie 

weich, hart, warm, kalt, drückbar, formbar.

Sie lernen erste Zusammenhänge 

(z. B. „Wenn ich feste drücke, wird es platt“).


Sehr spannend und vieles wusste ich nicht, macht aber nun alles Sinn;)
Drum her mit der Knete, könnte auch uns Erwachsenen nicht schaden....


Material für selbst gemachte Kinderknete:

  • 200g Mehl (Type 405)
  • 100g Salz
  • +/- 150ml kochendes Wasser, Teig muss weich sein, aber nicht kleben
  • 1-2 EL Speiseöl
  • 2 EL Zitronensäure oder Weinsteinsäure (aus der Apotheke)
  • Lebensmittelfarbe, 1/2 oder ganzes Fläschchen/Tube

 So geht's:

  1. Gib das Mehl in eine Rührschüssel, das Salz, die Zitronensäure (od. Weinsteinsäure) und die Lebensmittelfarbe.
  2. Alles miteinander vermischen.
  3. Dann das kochende Wasser bereit machen und mit Hilfe des Rührgerätes (niedrige Stufe)  nach und nach in die Trockenmasse giessen und gut mischen. Vorsicht heiss!!
  4. Solange rühren bis die Masse glatt geworden ist. 
  5. Nun das Öl hinzufügen und gut durchkneten.

Fertig;)

So eine Knete luftdicht abgepackt hält lange, drum ein ganz tolles und schnell gemachtes Geschenk;)

Sollte Knete gegessen werden:  sie ist ziemlich salzig, 
aber nicht gesundheitsgefährdend, siehe Zutaten. 


Allen einen schönen Abend, 

herzlich, Rita





29 September 2025

Rote Zugsöckchen



Und wiedermal sind ein paar Zugsöckchen entstanden.

Ich liebe diese kleine und auch recht schnelle Strickerei. 
Die Anleitung ist schnell im Kopf und es lässt sich zügig vorwärts kommen.

Die Wolle war ein geschenkter Rest Madelinetosh mit Glitzer;)

Die Söckchen wandern nun in die Geschenkekiste und warten auf ihre Bestimmung.


Allen einen guten Wochenstart!

Herzlich Rita

 

15 Juni 2025

Lagerabenteuer Schlussbericht



Rückblickend war es ein richtiges Abendteuer, das mich aus dem Alltag für eine kurze und sehr intensive Zeit in eine andere Arbeitswelt manövrierte. Ich glaube, dass es mich auch ein stückweit weiter gebracht und mir aufgezeigt hat, dass man über sich hinauswächst, wenn man sich tapfer der neuen Aufgabe stellt. 


In ein Lager wieder zu kochen kann ich mir weiter sehr gut vorstellen, die Organisation und den Menuplan würde ich etwas anders gestallten, doch das sind alles Dinge, die sich gut lösen liessen. Die Kinder waren alle gewillt zu helfen, machten mit und wuchsen an ihren Aufgaben.

Die Stimmung war im Lager sehr gut, mein Küchenpartner Erich war eine grosse Unterstützung und ein lustiger Kerl, es gab immer etwas zu lachen!  
Uns war es ein grosses Anliegen, gut zu kochen, denn gutes Essen,
 ergibt eine gute Lagerstimmung;)

Nun sind Pfingsten, ich bin ziemlich auf dem Zahnfleisch heim gekommen, hier ist der Alltag weiter gelaufen, die Waschmaschine wartet auf mich, ich war einkaufen, das Leben geht weiter. 

Die eine oder andere Pause habe ich mir aber verdient;)……



Lieben Dank für's begleiten durch meinen kleinen Lagerwochen-Einblick;)


Allen eine gute Zeit!


Herzlich, Rita



14 Juni 2025

Lagerabenteuer 5. Bericht

Das Angebot, die Milch vom hiesigen Bauern, das Brot von der Bäckerei und das Fleisch vom Metzger zu beziehen, war mir wichtig und ein persönliches Anliegen. Wir waren täglich beim Einkaufen, um möglichst frische Lebensmittel verarbeiten zu können.

 
    Das Brot wurde uns vom Bäcker täglich früh vor das Haus in grossen Säcken geliefert, 
    was uns eine wirkliche Erleichterung war. 




Das Herausnehmen ein kleiner Gag;)

                                            Die Milch wurde vom Bauer melkfrisch am Vorabend gebracht, 
die frische Milch mussten wir dann noch abkochen und für den nächsten Tag abkühlen lassen. Die Kinder haben die frische Kuhmilch mehrheitlich gegessen und getrunken, 
was uns sehr freute.

        Das Fleisch konnten wir bei der Metzgerei bekommen. Ausschliesslich Schweizer Produkte aus der Region.

Um allen irgendwie gerecht zu werden und die Geschmäcker zu treffen, war im Vorfeld ein Menuplan erstellt worden. 

Die üblichen und beliebten Essen wurden gekocht: 

Spaghetti Napoli, Älpler Maronen, Hörnli und Gehacktes, Riz Casimir, Fajitas, Lunch und  Pfanne à la Lenny ->  ein 6. Klässler, der die Hauptspeise wesentlich geprägt und mit Freude und Elan mitgekocht hatte. Er liess es sich nicht nehmen, selbst das Essen seinen Schulkameraden mit Stolz zu schöpfen.

Dazu gab es immer noch eine Vegetarische Variation mit viel Gemüse und Plant-Fleischersatz. 

Schweinefleisch wurde keines gekocht.

Dazwischen gab es Znüni und Zvieri: Früchte, Kräcker, Trockenfrüchte, Nüsse, Tee und Wasser

Desserts: Kuchen und Kekse von Daheim, Smores, Joghurt-Quarkcreme mit frischen Erdbeeren, Schokoladepudding mit Steussel, Melonen

Das Essen war ein Dauerthema in unseren Köpfen und ein wesentlicher Faktor, 

die Lagerstimmung zu beeinflussen.

                Wie ich und andere hörte, waren die Kinder zufrieden und der Applaus und das Gepolter am Schluss wohl verdient.


Und morgen ist der letzte Bericht;)

Herzlich, Rita





13 Juni 2025

Lagerabenteuer 4. Bericht



Die klassischen Lunchbeutel, gefüllt von uns gab es hier nicht. Meine Vorgängerin hatte die Idee, eine Art „Fass-Meile“ anzubieten, wo sich die Kinder ihre Sandwiches selbst zubereiten und die Lunchsäcke füllen konnten. 

Es gab natürlich geschnittenes Brot, Butter, Sauce, verschiedene Aufschnitt, Käse, Früchte, geschnittenes Gemüse und die eine oder andere Süssigkeit. Die Menge hier zu berechnen war sehr schwer und es blieb auch viel übrig. Doch wir konnten vieles in einer anderen Art weiterverwenden oder dann zum Schluss mit nach Hause geben. 

Der Wandertag war die Pause für uns in der Küche. 

Ich besuchte die grössere Ortschaft Adelboden,  

das in einem bekannten Ski- und Wandergebiet liegt. 


St. Antonius, Adelboden


Vogellisi, eine bekannte Figur und ein berühmtes Lied gibt es auch dazu:
"Woni nume wüsst, wo's Vogellisi wär...."


Das Dorf war klein und überschaubar und ich machte eine kleine Runde in den Läden. Im Kirchhof machte ich Pause und besuchte anschliessend die kleine Kirche aus dem 15. Jahrhundert, mit den schönen Kirchenfenstern von Augusto Giacometti. 



    Eine kleine Kirche mit dicken wänden und gerade mal 4 kleinen Fenstern, 
    der Innenraum war dunkel und schlecht beleuchtet.    
    Doch mir gefiel diese Stimmung sehr, sie lud zum verweilen und still werden ein.



         Allen einen schönen und entspannten Tag!

    Herzlich, Rita








12 Juni 2025

Lagerabenteuer 3. Bericht



Mein Küchenalltag fing in der Regel so zwischen 06.30 und 07.00 Uhr an. 
Das Frühstück war die einfachste Mahlzeit, gerade mal die Milch musste erwärmt und das frisch gelieferte Brot geschnitten werden und alles andere Ungekühlte konnten am Abend davor oder morgens schnell hingestellt werden.




Kaum war dann das Frühstück fertig, alles abgewaschen, geputzt und versorgt, ging es schon an die nächste Mahlzeit. Oft gab’s eine Standortbestimmung, alles da? Änderungen im Menuplan? Frisches Obst/Gemüse da? Planen, einkaufen, rüsten, kochen. 



Älpler Magronen

Wir waren gefühlt immer in der Küche bis durchschnittlich 21.00 Uhr. 

Dazwischen mal eine kurze Verschnaufpause auf dem Küchenbalkon, unseren zweiten Lagerplatz für die Nahrungsmittel. 




Abends dann ein Spiel oder Schwatz mit dem Team am grossen Tisch.

Zum Schluss viel ich jeweils wirklich erschöpft in’s Bett, doch es war eine gute Müdigkeit. 

Vielleicht hatte ich noch verklärte Erinnerungen an meine Lagerzeit, 

denn die Lager-Küche ist eine ganz andere Liga. 



Das Kochen in den grossen Mengen war eine Herausforderung, die wir  rückblickend wirklich gut gemeistert hatten. Es gab für alle genug zu essen, für die Vegetarier, die Nicht-Schweinefleisch-Esser. Für die Laktoseintoleranten und die Tomatenallergiker. Soweit ich hörte,  hatte es allen gut geschmeckt und das war und ist mir die grösste Freude. 

Reste gab es natürlich auch, was uns immer wichtig war, diese möglichst zu vermeiden oder dann bei einer anderen Mahlzeit zu integrieren. 

Radieschen-Fliegenpilz


Wir hatten auch immer Kinder bei uns eingeteilt, die uns beim Kochen unterstützten, abwuschen, Gemüse rüsteten, in der grossen Pfanne umrühren, abschmecken und auch mit bestimmen durften, ob nun genug Salz, Rahm (Sahne) oder Kräuter in der Sauce waren. 

Einige waren mit Volleifer dabei und wollten immer wieder kommen. 



Ich hatte für die Helfer eine Schachtel Colafrösche dabei. 

Für die geleistete Arbeit gab’s bei mir immer einen Colafrosch, 

der sich im Lager zu einem kleinen Hit entwickelt hatte.




Morgen geht's weiter mit Teil 4.
Gute Nacht!


Herzlich, Rita













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