02 September 2018

Schaf-Pfeffer-Rezept



Meine Lieben

Einige haben es schon bei Instagram gelesen, hier schreibe ich es auch noch:
Ich wurde von Landfreund (einem Schweizer landwirtschafts Magazin) angefragt, ob ich ein Rezept für die Septemberausgabe vorstellen würde.
Ich musste doch erst etwas überlegen und über meinen Schatten springen, denn das ist dann doch eine  Nummer grösser, als das Bloggen. Doch was könnte ich verlieren? Eben!

Nadine Maier von der Redaktion kam dann an einem abgemachten Datum zu mir und ich kochte dann das Menu, während sie Fotos machte.
Diese Fotos hier, sind nun alle von ihr und ich darf sie hier zeigen.

Das untenstehende Rezept ist viel ausführlicher, als das im Magazin, da es wohl doch die eine Seite gesprengt hätte. 

Nun, hier ist das Rezept, in voller Grösse;)



Schaf-Pfeffer mit Quarkknöpfli, Rotkraut und Apfelgarnitur


Ein sog. Pfeffer eignet sich wunderbar, Fleisch mit stärkerem Eigengeschmack oder weniger edle Fleischteile schmackhaft zu verarbeiten.
Woher der Name stammt ist unklar, aber eine Vermutung wäre, dass  mit dem „Pfeffer“ das Schrot aus der Flinte gemeint sein könnte. Dass nach dem Schuss das Fleisch oft nicht gerade appetitlich aussieht  und die Schrotkügelchen aus dem Fleisch geschnitten werden müssen, könnte ein Hinweis sein.

Vorbereitungen:

Schaffleisch, in Voressensstücke geschnitten
Säurebeständiges Gefäss (Steingut, Porzellan Glas, Chromstahl)

Speckwürfeli
Mehl
Bratbutter
Salz, Pfeffer, Gewürze
evtl. Maizena
evtl. etwas Blutwurst

Zutaten Beize:

2/3 Teil Rotwein (vollmundig,  kräftig)
1/3 Teil (Rotwein-)essig
è      falls Beize für den Geschmack zu sauer, Wasser dazu giessen
1 Besteckte Zwiebel (1 Lorbeerblatt, 2 Nägeli)
1/3 -1/2 Sellerieknolle gewürfelt
5 Wacholderbeeren zerstossen
5 Pfefferkörner , zerstossen
5 Korianderkörner , zerstossen
evt. 1 Tannenzweiglein für einen zusätzlichen Geschmackskick
Kräutersträusschen mit Küchenkräutern aus dem Garten ( Thymian, Rosmarin, Oregano..)


Kaltbeizen:

Alle vorbereiteten Zutaten in ein säurebeständiges Gefäss (Steingut, Porzellan Glas, Chromstahl) geben, Fleisch muss mit der Flüssigkeit bedeckt sein, sonst z. B. mit einem Teller beschweren und abdecken.
7-10 Tage an einem kühlen Ort (Kühlschrank) lagern, 1-2x tgl. umrühren.

Heiss beizen:

1.Beizflüssigkeit aufkochen, abkühlen lassen, abgekühlt über das Fleisch giessen, kühl 7-10 Tage lagern.1-2xtgl. umrühren.

2. Beizflüssigkeit aufkochen, heiss über das Fleisch giessen und abkühlen lassen, an einem kühlen Ort, ( wie Kaltbeizen) lagern. 
Diese Variante reduziert die Beizzeit, ab 3-4 Tagen ist die Weiterverarbeitung, sprich Kochen möglich. Heiss beizen verschliesst äussere Fleischporen, Flüssigkeit dringt aber in dieser Zeit nicht wirklich bis in’s Fleischinnere.






Kochen:

  • ·      Fleisch aus Beize nehmen, abtropfen lassen und mit Küchenpapier abtupfen.
  • ·      Beize durch ein Sieb in eine Pfanne giessen, und aufkochen. Das Eiweiss des Blutes des Fleisches gerinnt so und schäumt auf.
  • -> Dabei bleiben, da es sehr schnell aufkochen kann.
  • ·      Schaum abschöpfen.
  • ·      Bratspeckwürfeli für Beilage in grosser Pfanne auslassen und knusprig anbraten, heraus nehmen, auf ein Küchenpapier abtropfen lassen. Für spätere Garnitur zur Seite stellen.
  • ·      Trockene Fleischstücke gut im ausgelassenen Fett gut anbraten, evtl. Bratbutter dazu, Fleisch aus der Pfanne nehmen.
  • ·      Mehl in etwas Beize in der Pfanne anrühren.
  • ·      Fleisch und  Beize in die Pfanne geben,  Fleisch würzen mit Salz, 1,5-2h auf mittlerer Hitze weich schmoren.
  • ·      Ist Sauce zum Schluss etwas dünn, diese z.B. mit etwas Maizena andicken oder mit dem Tipp der Blutwurst, siehe unten.
  • ·      Sauce mit Salz, Pfeffer und Gewürzen abschmecken.


Tipp:
Wer möchte kann etwas rohe Blutwurst in die Sauce geben,  für den letzten Schliff.
Da Frischblut kaum mehr erhältlich ist, ist das eine optimale Lösung.

Garnitur für den Pfeffer:

Speckwürfeli
Brotcroutons
Karamelisierte Marroni, Silberzwiebeli, Röselichöli, Pilzli, Eierschwämmli, Trauben, ect.


Beilagen, Anrichten:

Gekochtes Rotkraut mit einem geraffelten Apfel
Halbierter Apfel, Pfirsich oder Birne bissfest gegart mit einem Klecks Preiselbeer-, Johannisbeer-, oder auch Kirschenkonfitüre
Knöpfli, Spätzli, Kräuterspätzli, Schupfnudeln, Serviettenknödel





Das war also mein Rezept, ein Schafpfeffer;)
Wenn Ihr es ausprobiert und es fein gefunden habt, dann schreibt mir doch, das würde mich sehr freuen;)

Allen einen schönen Sonntag!

Herzlich, Rita



28 August 2018

Origamischachtel mit Fächer


Diese Faltschachteln aus einem Stück Papier, das finde ich noch immer so genial. 
Dass es dazu aber noch einen Raumteiler gibt, das hatte ich bis vor kurzem nicht gewusst! 
Sowas von toll!!!


3 Quadratische Blätter
2 Blätter haben je 1cm weniger Seitenlänge.
So lässt sich später der Deckel leichter überstülpen.


Ecke zu Ecke: 2 Diagonale


Dann die 4 Ecken in die Mitte Schlagen.


Eine Seite bis zur Hälfte falten, die andere Seite auch.


Auch die anderen 2 Seiten so falten.



Wieder öffnen, so sollte es dann aussehen.


Nun zwei Ecken öffnen, oben und unten.


Die geschlossenen Seiten zur Hälfte aufstellen, das sind bereits die ersten 2 Seiten der Schachtel.


Nun wird's etwas Kniffelig: fixiert die Mitte der Schachtel mit den Augen, wo sich alle Ecken treffen.
Dann seht ihr auch die Diagonale, die nötig ist, um eingeschlagen zu werden.




So sollte es dann  aussehen.
Dann der Obere Teil nach unten Klappen und die Ecke auf den Boden der Schachtel.



Und das selbe noch auf der anderen Seite.


Es gibt eine Methode, wo man mit der Schere nachhilft. Das ist für mich aber kein Origami mehr.
So geht es auch und wie ich finde, ist es stabiler.


Nun zum eher unbekannten Teil der Schachtel, den Fächern.
Alles aus einem Stück quadratisches Papier, ( das kleinere)


Wieder Ecke auf Ecke, 2 Diagonalen entstehen.


Dann wird die Seite durch 3 Teile geteilt.


Auch die andere Seite muss geteilt werden, man kann sich aber nun an den Eckpunkten der vorhergehenden Diagonale richten.


Die oberen Ecken bis zum Kreuzpunkt einschlagen.


Die geraden Seiten bis zur Geraden umfalten.


Sieht dann wie ein Rahmen aus.


Dann das Ganze nach aussen halbieren.


Die andere Seite auch.


Dann wie angezeigt, die Ecke re nach Ecke li schlagen, so dass ein Dreieck entsteht.



...es gibt dann einen Hut



Das Selbe nochmals auf der anderen Seite.



Die Spitze umfalten.



Das ganze nun drehen und die Seiten etwas auseinander drücken.


Die nach oben ragenden "Flügel" zusammenpressen und nach unten falten.


So ergibt sich dann diese Einteilung.
Vielleicht müsst Ihr noch etwas ausprobieren, aber plötzlich habt' Ihrs.


Für allerlei Kleinigkeiten wunderbar zum Verstauen, 
als Geschenk für 4 Pralinen oder feine Kekse, Büromaterial, ect.


Also die Fächer finde ich viel besser, als die Schachtel selbst!
Die Fächer sind genau so hoch wie die Schachtel, es biegt sich hier nur etwas nach oben;)
( Untere Schachtel und Fächer = kleinere Papiere, -1cm Seitenlänge)

Ich habe hier 120er Papier genommen, je dicker als 80er (normales Schreibpapier) 
umso stabiler die Schachteln.

Also, das war nun etwas lang, aber ich fand, das müsst Ihr wissen!!


Allen einen ganz schönen Tag!
Herzlich, Rita


creadienstagdienstagsdinge hot

24 August 2018

Origami Kleid



Geschenke verpacken ohne viel Zubehör zu kaufen, das geht ohne Probleme!
Etwas Geschick und quadratisches Papier;)


Hier einmal in der Mitte falten.


Dann nochmals die Seiten zur Mitte falten.


Das Papier drehen.

Dann die äussere Bergfalte zur nächsten Bergfalte hin falten, siehe Bild.



Das zu beiden Seiten so machen.



Dann das Stück drehen.


Und ca. 1cm unterhalb der oberen Kante einmal nach oben falten.



Dann den kürzeren Teil zurück  falten und dabei ca. 1cm belassen.



Das Papier drehen.


Das längere Teil wird der Rock.
Unten die Falte seitlich nach aussen öffnen, 
gleichzeitig das Papier oben ebenfalls mit schieben und falten.


Auch die gegenüberliegende Seite so bearbeiten.


Für den  Kleidausschnitt  jeweils eine Ecke nach aussen falten.



Die Falten in die ursprüngliche Form zurück falten.


Papier wenden und das obere Teil nach hinten/unten falten.
Die davor gefalteten Ecken öffnen sich nun und der Ausschnitt des Kleides wird so sichtbar.



Ausschnitt nach unten falten.


Nun die Seiten einschlagen.


Oben möglichst gerade unten seitlich nach Aussen, das gibt dann die Form des Kleides.
In der "Hüfte" das Papier schmal am Körper halten.




Die Ärmel werden oben seitlich nach aussen gefaltet.



Hinteransicht

Fertig ist das Kleid, 
das nun noch angemalt werden kann oder wie auch immer;)


Hier habe ich einen Gutschein in einer Schachtel verpackt, dazu zwei "Kleider";)


Und Hier ein Hochzeitskleid und Anzug, den ich ebenfalls aus Origami gefertigt hatte.
Die Anleitung findet sich im Internet.



Es braucht nicht viel, sieht doch total schön aus;)
Wir waren an einem Hochzeitsapéro eingeladen und das  Brautpaar hatte sehr Freude an dem Geschenk, was wiederum mich sehr freute!

Alles Gute Euch Zwei!!


Papier ist geduldig, ein weiser Spruch;)


Allen einen schönen Wochenendspurt!

Herzlich, Rita






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