28 Oktober 2022

Zugsöckli




Ich bin ein weiters Mal Gross-Tante von einem Mädchn geworden.

Dieses Mal strickte ich meine Babyfavoriten, die Zugsöckli.

Hier habe ich sie schon mal vorgestellt und den Link zur Anleitung.

Dazu das Lieblingsbuch meiner Buben: Reise nach Tripiti von  U.H. Steger

Eine kleine Geschichte über kaputte Spielsachen, die sich auf der Reise nach "Tripiti" zusammentun und einander gegenseitig helfen, um ans Ziel zu kommen: 
Kindern die sie lieben...

Mehr wird nicht verraten;)


Bereits verschenkte Söckli werden sehr gerne und lange getragen, 
da das einfache Strickmuster von rechten und linken Maschen 
viel Flexibilität und Tragekomfort bietet.
 
Und ich finde, farbig muss es sein;)

Infos zur Wolle HIER


Allen einen schönen Wochenendspurt!

Herzlich Rita

 

29 September 2022

Hexi-Zakka-Tasche


Einige meiner lieben Bloggleser wissen, dass ich die 
Hexagon-Liesel-Patchworktechnik sehr liebe.

Es ging aber irgendwie im Alltag letzter Jahre vergessen.
Bis ich plötzlich eine Schablonenbestellung in Händen hielt.
Ich war eigentlich auf der Suche nach etwas anderem.....


Die Packung mit den 250 Hexies in der Grösse von 1 inch reichten,
um ein anderes lang gehütetes kleines Projekt fertig zu stellen.

Die Anleitung und das eine besondere Zubehör für diese Tasche,
 hatte ich vor Jahren mal an einer Patchworkausstellung an einem Stand gekauft.

So habe ich nun beides kombiniert und Masse des Schnittmusters der Hexies angepasst.


Mein Stoffrestenfundus ist sehr gross und diese Hexagontechnik 
ist geradezu ideal, diese zu verarbeiten.

Das Entfernen der Papierschablonen ging ganz leicht, 
ich hatte sie davor mit dem Locher gelocht, 
so konnte ich einfach mit einer Nadel das Papier rausziehen;)




Das Quilten wollte ich mit Perlgarn machen und gleich ein schönes kleines Geschenk ausprobieren.

Ein Zakka-Stick-Buch aus Japan.




Das kleine Buch hat so viele schöne Stickvorlagen, 
einige habe ich je nach Lust und Laune ausprobiert.



Einiges sieht man nicht so gut, aber das war mir nicht so wichtig. 
Das Sticken selbst war sehr schön und so konnte ich
Podcasts hören oder  dabei ein Filmchen schauen.



Wer sieht das weisse Pferdchen?






Alle anderen Hexies, die nicht irgendwie bestickt wurden, 
bekamen in der Mitte einen kleinen Stick-Knopf, als Quilting.



Das war nicht im Buch, aber eine kleine Spielerei.


Ich habe das Futter absichtlich nicht mit in das Quilting miteinbezogen, 
es sollte unversehrt bleiben.


Das Futter nach meinem Schnittmuster ausgeschnitten und von Hand zusammen genäht.


Blick in die umgekrempelte Tasche.


Mein ganz besonderes Highlight war dieser Taschenhänkel,  
wunderschön verschnörkelt mit filigranen Mustern, dazu einen polierten Hänkel aus schönem Holz.

Eine Klapptasche, mit grosser Öffnung. 
Diesen habe ich wirklich lange wie einen kleinen Schatz gehütet.


Das Zusammenfügen aller Teile oben, das Einkräuseln und das Annähen von Hand an die Metalleinfassung war dann nicht so schön. 
Es gab doch den einen oder anderen Fluch zu hören oder ein Finger musste verarztet werden.... 
doch wenn ich mir mal was in den Kopf gesetzt hatte, 
musste das nun mal so geschehen, mit all seinen Opfern....


Ta-Daaaaa!!

Recht geräumig und in der Grösse gerade richtig für weitere 
Handarbeitsarbeiten oder für den Ausgang? Wer weiss....;)


Ihr seht vielleicht noch weitere Stickarbeiten, 
je nachdem, was wo passte und ich Zeit hatte, werkelte ich dran herum.


Ich freue mich gerade einfach, dass etwas fertig geworden ist;)
Ich durfte mich mit dem Sticken auseinander setzen und habe einiges an Material verbraucht.

An der Tasche bin ich nun gut und gerne 5 Monate daran gesessen, 
immer wieder mal was daran gemacht, wie es passte. 
Sie ist komplett von Hand genäht, 
keine Nähmaschine war in der Nähe.

Die Hexies lassen mich nicht los, wer weiss, was als nächstes kommt....



Ich wünsche Euch allen einen schönen und bunten Herbsttag!

Seid kreativ!


Herzlich, Rita






18 September 2022

Schwalben im Sonnenuntergang

 

#werbungdamarkennennung



Schon seit ein paar Wochen war ich an diesen Socken dran, mal mit etwas mehr oder weniger Motivation.
Das Zweifarbige Stricken geht nicht wirklich flüssig voran, denn ich hab noch immer keine gute Haptik für mich gefunden, zwei Fäden in einer Hand zu halten.

Ich hab schon alles ausprobiert, von zwei-händigem Stricken, über Plastikstrickhilfen, ein Faden unten, der andere oben. 
Hier habe ich mit einem Metallring gearbeitet. Doch es ist noch immer nicht wirklich ok.


Die Fadenspannung ist je nach meiner Strickstimmung anders, 
plötzlich ist es wieder zu fest oder zu locker.
Aber nach vielem recherchieren habe ich gelesen, 
das es lediglich  einfach viel Übung braucht, bis es schön aussieht.


Hier habe ich im mittleren Musterteil plötzlich wieder zu locker gestrickt unten eher wieder zu fest.

Unten sieht man, wie fest ich teils das schwarze Garn gehalten hatte, das Muster wölbt sich etwas.
Auch ist dieser Musterteil nicht so elastisch, dass ich gut in den Socken schlüpfen könnte.  
Es ist recht fest.


Aber mir hat das Muster von Stone Knits so gefallen, die Vögel finde ich so schön.

Den Farbverlauf der Jawoll Horoskope One Twin Silk  Sorcpio von Langyarns Nr. 354
(Selbst gekauft) erinnert mich an den Sonnenuntergang.

Schuhgrösse 39/40


Unsere Schwalben waren letztes Jahr nicht bei uns und es fühlte sich so traurig an, 
im Stall und um den Hof keine Schwalben mehr zu haben.
Das fleissige Mückenfangen und das friedliche Gezwitscher fehlte uns sehr.

Doch dieses Jahr waren sie plötzlich wieder da und die Freude bei uns sehr gross.
Wir lieben diese wunderbaren Flugkünstler sehr.


Nun sind die Schwalben wieder auf ihrer Reise in den Süden 
und wir hoffen, sie nächsten Frühling wieder bei uns zu haben.


Allen wunderbare Herbsttage.

Herzlich Rita


21 August 2022

Haselnussmakronen

 


Bei mir fällt immer wieder mal Eiweiss in der Küche an. 
Einfrieren wäre wohl die einfachste Methode, 
doch eigentlich will man die Sachen schnell verbraucht haben.

Drum fand ich dieses einfache und feine Rezept und möchte es mit Euch teilen.

Mehrere werden wohl gleich an Weihnachten denken (es ist auch ein typisches Weihnachtsgebäck), 
aber wieso nicht auch mal unterm Jahr? 
In 4 Monaten ist eh Weihnachten;)


Haselnussmakronen
20-22 Stück



Zutaten:

3 Eiweiss
200g gemahlene Haselnüsse
200g Zucker
1 Prise Salz

(optional, geht auch ohne)
20-22 runde Oblaten

20-22 ganze Haselnüsse



So geht's:


Eiweiss schlagen, bis es fest ist.
Alle Zutaten bis und mit Salz vorsichtig unterheben, bis eine homogene Masse entsteht.

Ofen auf 160 Grad Umluft oder 180 Grad Ofenhitze aufheizen.

Die Masse mit einem Suppenlöffel auf die Oblate drücken oder als schöner Haufen auf das Backpapier belegte Blech.
Zum Schluss eine Nuss darauf.


Im Ofen Mitte, gute 15-18 min backen, wenn sie leicht gebräunt sind raus nehmen.

Auf dem Bleck auskühlen lassen und geniessen.



Besonders meine Buben haben diese einfache Guetzli genossen und das letzte schaffte es gerade noch als Foto hier auf den Blog.

Allen einen ganz schönen Sonntag!

Herzlich, Rita



Rezeptsammlung

01 Juli 2022

Schokolade-Perlen-Kette


#werbungdamarkenerkennung


Die Schulzeit geht zu Ende und wie jedes Jahr, 
gibt es für alle Lehrer noch ein kleines Dankeschön.

Schöne Schokoladekugeln in alle Farben (und Geschmäcker)
-> die Schokoladenkugeln sind angeschrieben, siehe Foto
Etwas durchsichtige Plastikfolie, Klebeband
Geschenkeband, fertig;)

Ein langes Stück (Breite muss Kugeln bds. längs decken können) Folie abschneiden, 
die Kugeln längs in der Mitte in der Reihe drauf legen und 
dann eine Seite der Folie in die Mitte legen und 
die andere Seite drüber und mit Klebeband fixieren. 


In Regenbogenart oder Farbverlauf finde ich es schon ein Hingucker;)


Ein kleiner Packetanhänger zum ausdrucken (auf die Schnelle), 
mit ein paar lieben Worten, 
mehr braucht es nicht.





Glück ist wie eine Perlenkette vieler, kleiner, schöner Momente;)


Allen einen ganz schönen Wochenendspurt!

Herzlich, Rita




#Lehrergeschenk #schokolade #basteln #diy

 

25 Juni 2022

Dankbarkeits-Socken


Das letzte Primarschuljahr für unseren Jüngsten ist in 2 Wochen zu Ende.
Unsere beiden Buben sind dann beide ab August in der Oberstufe, 
ein wichtiger Lebensabschnitt geht zu Ende und ein neuer ist in Sicht.

Die Klasse mit all seinen Schülern löst sich auf und formiert sich neu:
"Alea iacta est" die Würfel sind gefallen, das Spiel des Lebens wird neu gemischt.

 

Unsere Primarlehrerin und unser Jüngster hatten es sehr gut miteinander, 
wir fühlten uns verstanden und unterstützt, dafür bin ich sehr dankbar.


Da ich weiss, dass diese besondere Lehrerin nicht nur unterrichtet, 
sondern auch einen Tag in der Woche auf einem Biohof auf dem Feld arbeitet,
 wollte ich Ihr ein Paar warme Arbeitssocken schenken.


Den Beinteil habe ich ganz in je 2re/2li gestrickt, dann rutscht nichts runter.
Dazu verstärkte Fersen und Zehen, damit sie lange halten und warm geben.
Den Fussteil dann glatt rechts, damit nichts drückt im Schuh.

Dazu alle Farben des Regenbogens, denn das Leben ist nicht nur schwarz oder weiss.


Mein Bub und ich werden dann zu zweit die Socken persönlich abgeben 
und uns für die zwei tollen Schuljahre bedanken.



Dankbarkeit ist die Sprache des Herzens.



Allen ein schönes Wochenende!

Herzlich, Rita



14 Mai 2022

Vinschger Paarlen




Letzten Sommer durften wir trotz aller Umstände ins Südtirol in die Ferien.
Es ist die alte Heimat meiner Eltern und wir Kinder haben dazu einen besonderen Bezug. 
Unsere Grosseltern und einige Verwandte lebten dort.
Als Kind waren unsere Ferien ausschliesslich im Südtirol bei der Familie.

Nun hat die Zeit vieles geändert, viele Familienangehörige sind gegangen, 
doch die Verbundenheit zu dieser Region in Italien ist geblieben.

Besonders das Vinschgerl Paarl hat es mir und allen hier angetan. 
Drum war es in der letzten Zeit mir ein grosses Bedürfnis, 
mich mich den alten Begebenheiten von damals und einem möglichst authentischen Rezept zu beschäftigen und zu suchen.

In meiner Recherche vor einem Jahr, stiess ich auf das obige Buch:
Brot im südlichen Tirol,  Arunda Verlag
.
Heimatforscher aus Südtirol hatten sich mit dem Brot, den Brotbacköfen, dem Getreide und verbundenen Traditionen beschäftigt und ein Buch mit vielen schönen alten Bildern heraus gegeben.

Während den Ferien letzten Sommer hoffte ich, es in einem Buchladen zu finden.
Doch es schien vergriffen.

An einem Besuch vor Ort an einem Antikmarkt, stiess ich per Zufall? auf dieses Buch. 
Es lag einfach so da und ich nahm es mit.

Ich habe es von A-Z gelesen, vieles kam mir aus meiner Kindheit wieder in den Sinn.

Vinschgauer sind handtellergroße, zwei bis drei Zentimeter dicke Fladenbrötchen aus einem Roggen-Weizen-Sauerteig und Hefe. Sie stammen aus der Region Vinschgau in Südtirol, woher sie auch ihren Namen haben. Zu den Südtiroler Vinschgerlen gehört auch das verwandte Schüttelbrot. Bei traditioneller Herstellung werden Vinschgauer paarweise zusammenhängend gebacken und dann als Vinschger Paarlen bezeichnet. Vinschgauer haben durch ihre flache Form einen hohen Krustenanteil, schmecken sehr würzig und halten sich durch den hohen Roggenanteil und die Sauerteigbasis mehrere Tage lang frisch. 



Es hat wunderschöne alte Fotos aus dieser Zeit, Bilder aus einer mühseligen 
und doch wohl zufriederen Zeit, als vielerorts heute.


Traditionellerweise wurde das Brot nur 1-2x pro Jahr und dann in Massen gebacken.
Es wurde aufbewahrt und konnte auch gut hart gegessen werden.
Dank der besonderen Gewürze war das Brot sehr bekömmlich und vor Ungeziefer geschützt.

Die Kinder nagten an den Brotstücken, die Alten legten es in Milchkaffee ein.


Man achte auf die Hände, der Teig ist nicht knetbar, sondern ist eine zähe, klebrige Masse.


Und hier ganz wichtig, eine Gramml.

Damit hatte/hat man das harte Vinschgerl dann in kleine Stücke zerlegt.


Das Buch ist ein kleiner Schatz und ich freue mich wahnsinnig, es besitzen zu dürfen.

Leider hatte es im ganzen Buch kein Rezept. 
Es wurde darauf hin gewiesen, dass es je nach Region und Hof etwas anders gebacken wurde.

Die Hauptbestandteile sind aber praktisch überall die gleichen:

Roggenmehl, Salz, Sauerteig, Kümmel, Anis, Brotklee (und Koriander, aber nicht überall)

Sauerteig



Eben gerade diese Aromen, bestehend aus Anis, Koriander, Kümmel 
und den Brotklee ( der auch Schabzigerkraut oder Zigeunerkraut genannt) 
geben diesem Brot das Besondere.

Sauerteig

In meiner Recherche ist der Sauerteig ja eigentlich eines der ältesten Triebmittel für's Brotbacken  überhaupt. Viele Bäcker im Südtirol verwenden keinen Sauerteig mehr im Vinschgerl. Ich jedoch finde, dass die Säuere dem Brot nur noch mehr Geschmack verleiht.

Ich hatte einen Sauerteig auf Basis TS200 angesetzt, also 50g Roggenmehl/50g Wasser, 
das im Rezept nicht genau vermerkt war. Es erwies sich als genau richtig.

Brühstück

Dieses Rezept hat noch ein kleines Geheimnis, 
ein Brühstück und zusätzlich einen Frischhefevorteig.
Ich war zunächst skeptisch, doch die Vinschgerln bleiben lange frisch und der zusätzliche Trieb im Teig gibt das typische Bild eines lockeren Inneren.

Frischhefevorteig

Vinschgerl-Teig ist nicht fest!!
Er ist ein zähflüssiger Teig, der nicht geknetet werden kann. 
Lediglich ein gutes Durchmischen mit den Händen ist möglich.



Mit gut bemehlten Händen wird eine Handvoll Teig aus der Schüssel genommen und auf das Blech gelegt.
Typischerweise zwei nebeneinander, so gibt es dann die bekannten "Paarlen".
Es ist eine rechte Sauerrei und die Hände kleben stark, drum nicht mit dem Mehl sparen.


Ich habe sie dann noch mit Mehl bestäubt und 
sicher 1-1.5h aufgehen lassen ( Doppeltes Volumen), 
bis sie die "Risse" und Löcher des Teigtriebes aufgezeigt hatten.


In den vorgeheizten Ofen gut durchbacken und auf dem Gitter auskühlen lassen.
Das Aroma der Gewürze bildet sich erst nach gutem Abkühlen und den nächsten Tagen.
Das Brot scheint dann jeden Tag etwas aromatischer zu schmecken.


Der Genusstest in der Familie haben die Vinschgerln bestanden, 
stammen meine Eltern aus dem Vinschgau und die müssten es ja wissen;)
Ein kleines Stück alte Heimat.


Das Rezept ist nicht von mir, sondern von einem Bäckermeister aus dem Vinschgau/Südtirol.
Das Rezept habe ich nach langem suchen und Anfragen unter der Hand erhalten 
und darf es auch nicht weiter geben.
Ich hoffe da auf Euer Verständnis.

Es gibt aber einige gute Rezepte, die jedoch nicht all diese oben genannten Eigenschaften haben.
Vielleicht lässt sich der eine oder andere erwähnte Tipp von mir ergänzen.


Die Menge der Zutaten und der Brotlaibe auf meinen Fotos lässt schliessen, 
dass es für 3 volle Backbleche gereicht hat. 
Es waren über 2.5kg Teig, die ich verbacken habe.
Etwas weniges schlummert noch eingefroren im Gefrierschrank, 
da ich nicht alles auf's Mal essen wollte/konnte 
und so immer wieder mal ein Brot genüsslich verspeisen darf.

Und hier noch einen wunderschönen Film, 


Meine kleine Hommage an unser liebstes Brot in der Familie.

Herzlich, Rita



Geschichte des Vinschger Paarl

 

Die Geschichte des Brotes im Alpenraum beginnt mit Brotfunden aus dem 4. Jahrtausend in der Schweiz. 
Aus Südtirol gibt es Belege für Spelzgerste und Einkorn bereits aus dem Neolithikum. Die Römer bauten in Südtirol Weizen, Gerste, Roggen und Hirse an, wobei sich vor allem Roggen als widerstandsfähiges Korn durchsetzte. Bedingt durch das rauhe, aber relativ trockene Klima und durch die Abgeschiedenheit der bäuerlichen Hochsiedlungen, entwickelte sich in Südtirol schon im angehenden Mittelalter eine eigene Art der Vorratswirtschaft. 
Eine der gängigsten Brotsorten war schon im Mittelalter das "Vinschger Paarl". Das "Ur-Paarl nach Kloster Art" ist die ursprüngliche und älteste Variante des typischen schmackhaften Brotes aus dem Vinschgau aus dunklem Roggenmehl. In der traditionellen Form werden, wie der Name bereits andeutet, zwei rund geformte flache Laibe zu einem "Paar" vereint. Das Originalrezept gehört den Benediktinermönchen des Klosters Marienberg (oberhalb Burgeis) und die Bäcker, die sich an ihre Anweisungen halten, stellen das Ur-Paarl mit natürlicher Hefegärung aus Roggenmehl her. 
Auch heute noch findet man an verschiedenen Bergbauernhöfen den typischen Brotbackofen neben dem Bauernhaus. Vielfach wird dort noch 2-3 Mal jährlich eine große Menge an Vinschger Paarlen gebacken, die dann in der Vorratskammer aufbewahrt werden. Zum Trocknen wurden die Paarlen in den Brotrahmen geschichtet, geschnitten wurden die harten Paarlen dann in der Gramml (ugs. Gromml). Das Vinschger Paarl darf bei einer zünftigen Südtiroler Marende nicht fehlen, aber auch in getrocknetem Zustand ist es Basis herrlich schmackhafter Gerichte, wie z. B. für die Vinschger Brotsuppe.
Geschichtlichen Überlieferungen zufolge wurden früher nach Beerdigungen beim "Leichenschmaus" nur halbe Paarlen gereicht.
















 

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