01 März 2018

Chalandamarz


Wer kennt ihn nicht? Den Schellenursli?
Ein Bündner Junge aus dem gleichnamigen Kinder Buch von Selina Chönz und Alois Garigiet.
Eine wundervolle Geschichte, die ich besonders auch auf CD schätze, da sie im Bündner Dialekt gesprochen wird.


Heute ist es wieder soweit: im Kanton Graubünden ist Chalandamarz! 
Der 1. März wird traditioneller Weise mit diesem Brauch von Kindern gefeiert. Mit den Schellen läuten die Kinder im Dorf den Winter aus den Tälern und freuen sich auf den Frühling. Sie ziehen in Gruppen von Haus zu Haus und bekommen etwas Süsses oder etwas zu Essen.
Hier sind wunderschöne Bilder davon zu sehen. 

Hier auf dem Bild oben links hängt etwas Rundes. Das typische Bündner Ringbrot oder Brasciadela genannt. Das Brot wird mit Hilfe von Sauerteig und oft auch mit Anis im Brot hergestellt. Seine unverkennbare Form, der Ring hatte vor allem  nützlichen Hintergrund. Es konnte so gegen Mäuse sicher aufbewahrt werden. 
Ich habe mich an einem Sauerteig versucht und daraus ein Ringbrot nach einem einfachen Rezept gebacken;)

Anis    


Der Sauerteig war das, was an Arbeit und Zeit am längsten brauchte, nämlich 5 Tage.
Den Sauerteig habe ich mit Hilfe von Roggenvollkornmehl und Wasser zu gleichen Teilen angesetzt.
Es gibt viel verschiedene Variationen, im Internet gibt es viele Hinweise.  
Die vom Lutz Geissler finde ich am Besten.


Das Brot ist nach dem Vermengen der Zutaten und der langsamen Aufgehzeit von 6h kurz geformt dann in den heissen Ofen gekommen und prächtig aufgegangen. Kurz vor dem Einschiessen in den Ofen kamen noch die typischen 3 Schnitte in die Teigoberfläche.


Das Brot duftete wundervoll und der Geschmack war leicht und aromatisch.
Knusprige Krumme und weiches, luftiges Innenleben. 
Meine Buben und mein Mann fanden es sehr fein. 
Es hält lange frisch und ist Dank des Sauerteiges gut verdaulich.


Hier mein Rezept dazu:

Bündner Ringbrot oder Brasciadela


Zutaten:

300g frischer Sauerteig
10g Frischhefe
800g Ruchmehl
2 KL  Brotgewürz (enthält Fenchel, Kardamon und Kümmel) 
kann auch weggelassen werden.
20g Salz
1 gehäufter KL grob gemörserter Anis
8 dl Wasser

So geht's

Sauerteig nach Angaben aus dem Backbuch o.ä. herstellen oder bei einem Bäcker holen.
Alle Zutaten gut mischen und ca. 10 min gut kneten.
Dann den Teig an einem warmen Ort ca. 6h aufgehen lassen.
Teig zu einem Ring formen: Kugel bilden, in der Mitte ein Loch eindrücken und den Teig zu einem Ring nach aussen ziehen.
Ring auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, nochmals kurz aufgehen lassen.
Ofen aufheizen auf 230°C.
Backblech in die Mitte des Ofens, ca. 40-50min. Klopfprobe machen, der Brotboden soll hohl tönen.



Allen einen schönen 1. März!! 

Allegra und Bundi!


Herzlich, Rita


21 Februar 2018

Strübi

Schänkeli waren gestern, heute gibt es Strübis oder Strauben!

Eine Spezialität, die gerne im bernischen Teil der Schweiz oder auch im Nachbarland Österreich, Tirol oder Südtirol gegessen wird. Ich kenne es von meinen Südtiroler Wurzeln;)


Der Ausbackteig ist simpel und ähnelt einem Omlettenteig. 
Der Teig sollte nicht flüssig, sondern sämiger Konsistenz sein.


Hier mein kleines Schmuckstück, nach dem ich lange gesucht hatte und in Südtirol in einem Haushaltswarengeschäft fündig geworden bin. Ein Straubentrichter. Es geht natürlich auch mit einem gewöhnlichen Trichter, dessen Öffnung aber nicht zu klein sein sollte. Fingerdicke wäre ideal.

Nach der 30min Ruhezeit des Teiges kann es los gehen. Das Ausbacköl sollte so heiss sein,
 dass sich am Holzstäbchen (Test mit Holzspiess) kleine Blasen bilden. Ca. 190°C. Ich mache die Strübi in einer hohen Bratpfanne, da das Wenden viel einfacher geht, als in einer hohen Pfanne. 
Muss aber jeder selbst herausfinden, was passt.



Der Trichter wird unten mit dem Finger zugehalten und oben mit einer Kelle mit Teig gefüllt.
Dann über das Fett gehalten, Finger weg und mit langsamen, spiralförmigen Drehung im Uhrzeigersinn den Teig in's heisse Fett einlaufen lassen.


Auf beiden Seiten goldbraun rausbacken und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.


Noch warm mit Puderzucker bestreuen.



 Wir hatten Besuch im Stall  (Samstag) und die gesamt 9 Männer hatten 
nach dem Rundgang natürlich etwas Appetit. 
Meine Schwiegermutter hatte Schänkeli gemacht, ich Strauben. Am Schluss blieb nichts mehr übrig.


Der Kleine Zvieri war im Stall bei den Schafen, die natürlich sehr interessiert waren, 
was da gerade alles passierte;)


Die Strübi sind sehr gut angekommen und ich denke,
 ein Znacht brauchen die Männer vielleicht kein Grossen mehr;)


Strübi / Strauben - Rezept

Zutaten:

300ml Milch
20g Butter

300g Mehl
2 Eier
2 dl Rahm
2 EL Zucker
2 Prisen Salz

Haushaltspapier
Puderzucker

Frittieröl

1. Milch mit Butter in einer Pfanne erwärmen, Butter schmelzen lassen, etwas abkühlen lassen.
2. Mehl, Zucker Salz in eine Schüssel geben, abgekühlte Milch, Eier und Rahm dazu geben gut verrühren.
3. 30min ruhen lassen. Konsistenz soll sämig sein (nicht flüssig), wie Omlettenteig.
4. Frittieröl erhitzen, Holzstäbchenprobe machen, ca 190°C.
5. Portionenweise mit Trichter Teig in das heisse Fett spiralförmig eingiessen. Doppelseitig goldbraun ausbacken.
6. Auf Haushaltspapier legen, abtropfen lassen, noch warm mit Puderzucker bestreuen.

En Guete!


Allen einen schönen Tag und lasst mal alte Rezepte wieder aus dem Schubladen;)

Herzlich, Rita







18 Februar 2018

MeMade Frühlingsjäckchen Knit Along 2018




18.02.2018 - Projektvorstellung: Wahl des Strickmusters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen

04.03.2018  - Erster Zwischenstand - Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen 
18.03.2018  - Zweiter Zwischenstand - Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und andere Ärgernisse 
01.04.2018  - Finale: Große Modenschau der fertigen Jäckchen bei hoffentlich wunderbarem Frühlingswetter am Ostersonntag 
06.05.2018 - Finale der Herzen: Für alle diejenigen, denen beim Anblick der vorigen Termine jetzt schon der Schweiß ausbricht. Keine wird mit einem halbfertigen Jäckchen zurückgelassen. 




Anhand der Wolle ist wohl für alle klar, dass ich mich für das 1. Modell von Langyarns aus dem FAM 219, beim ersten FJKA Treffen entschieden habe;) 
Die Variabilität und vor allem das total farbige Garn haben es mir angetan.
Ihr seht, dass ganz viele verschiedene Farben von matt bis glänzend enthalten sind. 


Beim Stricken  des ersten Mustersatzes (Perlmuster) war ich zu Anfang aber über die Maschenprobe sehr verunsichert. Irgendwie wollte sie nicht passen. Ich hielt mich dann aber brav an die vom Hersteller angegebene Methode der Maschenprobe und strickte tapfer weiter. 
Erst da entdeckte ich es: das Garn war nicht immer gleich dick! 


Ihr seht unten ein eher feines Garn, im Oberen Drittel dann recht dickes Garn. 
Das Anfeuchten und sanfte Spannen des Probestückes gaben mir dann aber die Gewissheit, dass die angegebene Maschenprobe wohl passen wird.

Anhand meiner Körpermasse habe ich mich für ein M entschieden und werde nun mit dem Modell, so wie es angegeben ist anfangen. 

Ich bin keine grosse Jackenstrickerin und so ist dies meine erste offizielle Jacke, die aus 5 Teilen gestrickt wird. Ich habe es eigentlich lieber einfacher  wie beim meinem letzten FJKA 2015 
(Strickte ich ein Teil in einem Stück von oben runter). 
Aber hey, so lerne ich doch dazu und viele von Euch könnten mir ja dann bei dem einen oder anderen Problem das auftauchen könnte ja helfen, nicht?;)


Also, dann ran an die Nadeln, mal sehen, was mich da erwartet;)

Allen einen ganz schönen Sonntag!

Herzlich, Rita



Und hier alle anderen fleissigen Jackenstrickerinnen, beim FJKA 2018 MeMadeMittwoch



 Hier sind alle Termine im Überblick: 
11.02. 2018 - Inspirationsquellen, in Frage kommende Anleitungen und Garne 
18.02.2018  - Projektvorstellung: Wahl des Strickmusters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen 
04.03.2018  - Erster Zwischenstand - Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen 
18.03.2018  - Zweiter Zwischenstand - Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und andere Ärgernisse 
01.04.2018  - Finale: Große Modenschau der fertigen Jäckchen bei hoffentlich wunderbarem Frühlingswetter am Ostersonntag 

14 Februar 2018

Zopfteigherzen zum Valentinstag


Bekanntlich geht ja die Liebe auch durch den Magen...;)
Und daher habe ich mir diese Herzen ausgedacht;)


Den Zopfteig in gleichgrosse Teile teilen ( hier sind es 100g Kugeln) und jeweils einen langen Strang kneten.
Diesen in der Mitte halbieren und zu einem V formen.


Die Enden gleichmässig und wenn's geht gleichzeitig einrollen.
Unten die Rundung mit zwei Fingern  etwas nach unten ziehen und spitz zusammendrücken.
Auf dem Blech mit Eigelb einstreichen und gute 15min Ruhen lassen.
Kurz vor dem Einschiessen in den Ofen ein 2. Mal mit Eigelb bestreichen.


Im vorgeheizten Ofen bei 200°C in der Mitte ca. 22-25min goldbraun backen.







Allen einen schönen Valentinstag heute!

Seid lieb zueinander, nicht nur heute;)

Herzlich, Rita


13 Februar 2018

Rundes Häkelkissen


Wenn mir etwas besonders gefällt, sowas wie Liebe auf den ersten Blick, 
dann muss es schnell gehen und  alle Hebel werden in Bewegung gesetzt bis es klappt.


Auch hier war das der Fall. Die Anleitung war leider in einem Buch, das vergriffen ist und im weiten Bloggerland fragte ich verschiedene Bloggerinnen an, bis mir geholfen wurde.


Am Anfang brauchte ich etwas Zeit, um mit der geschriebenen Anleitung warm zu werden, 
aber dann klappte es wunderbar.


Das Innenleben ist aus einem Kissen des Blauen Schweden. Aus einem eckigen Kissen ein rundes gemacht und die ganze Stopfwatte wieder rein.


Einzig das Zusammenhäkeln  des Vorder- und Hinterteils brauchte etwas Geduld, 
wie wenn man einen I-cord-Rand strickt, in etwa so war's.....


Das fertige Kissen war dann aber was ganz Besonderes.



Hinten hatte das Graue Garn nicht mehr gereicht und da ich das Kissen aus Resten gehäkelt hatte, nahm ich einfach die, die da waren und passten;)


Ich hatte noch viele Reste dieser Decke, die ich vor einem Jahr beendet hatte....



Das Kissen ist so schön geworden und es ist so kuschelig weich, mein Jüngster hat es sich bereits unter den Nagel gerissen...."Das ist nun Meins!"


Und hier noch wichtige Eckdaten: 

Kissenanleitung aus dem Buch "Häkeln nicht nur im Quadrat", das Buch ist leider vergriffen und die Anleitung habe ich auf Anfrage von einer lieben Bloggerin erhalten.

Garn: Drops Muskat: 5 Knäuel in Hellgrau, 2 Knäuel in Bordeaux und rosa Drops Muskatreste.
Also in etwa +/- 800m Garn verbraucht.

Häkelnadel Nr. 4

Durchmesser des fertigen Kissens: 50cm-> wichtig! Das Kissen ist grösser mit Dropswolle!
Daher auch grösseres Stopfkissen nähen.

Gestopft mit einem Kissen 50x50cm aus dem Blauen Schwedenhaus.


Mich freut das Kissen sehr, denn viele Garnknäuel konnte ich verbrauchen;) 
Das gibt wieder Platz für Neues;)

Allen einen ganz schönen Tag!

Herzlich, Rita




creadienstagDienstagsDingehandmadeontuesdaygehäkeltes&gestricktes, annemarieshaakblog

11 Februar 2018

MeMade Frühlingsjäckchen Knitalong 2018





11.02. 2018 - Inspirationsquellen
 in Frage kommende Anleitungen und Garne 



04.03.2018  - Erster Zwischenstand - Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen 
18.03.2018  - Zweiter Zwischenstand - Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und andere Ärgernisse 
01.04.2018  - Finale: Große Modenschau der fertigen Jäckchen bei hoffentlich wunderbarem Frühlingswetter am Ostersonntag 
06.05.2018 - Finale der Herzen: Für alle diejenigen, denen beim Anblick der vorigen Termine jetzt schon der Schweiß ausbricht. Keine wird mit einem halbfertigen Jäckchen zurückgelassen. 


Per Zufall habe ich gelesen, dass ja wieder das Frühlingsjäckchen Knit Along 2018 auf MeMadeMittwoch stattfindet. Da ich grössere Projekte immer etwas scheue, nehme ich allen Mut zusammen und wage mich wieder an ein Jäckchen ran;)
Das Erste war gar nicht so schwer und ich trage es heute noch gerne.



Diese Jacke habe ich schon länger im Auge, da sie mich an Chaneljacken erinnert und wohl zu allem ganz gut passen könnte. Ich mag diese sehr abwechslungsreiche Wolle "Clown" von Langyarns. Das Modell wirkt durch Farbe und dem Muster, das hauptsächlich Kraus Rechts gestrickt wird. Die Anleitung und das Modell 219-026-001 FAM 219, ist hier zu finden.



Diese etwas andere Weste gefällt mir sehr. Die Anleitung habe ich bei Brigitte gefunden. Als  eine Art Übergangsweste finde ich die angedeuteten Ärmel toll. Das Muster finde ich klassisch und da ich erst begonnen habe, mit Fairisle zu stricken, wäre das ja ein ganz einfaches Modell, um weiter an dieser Stricktechnik dazu zu lernen.
Die Anleitung findet Ihr hier. Das Garn ist wieder von Langyarns in Naturtönen, was mir sehr gefällt. Ebenfalls finde ich es toll, dass man mit Nadelgrösse 6 oder 7 Stricken kann und schnell vorwärts kommt.



Diese Jacke "Ecopuno"  gefällt mir von Schnitt unglaublich gut. 
Quer gestrickt und Ärmel - Vorder- und Rückenteil aus einem Stück. Sieht sehr bequem aus und ein wirklicher Hingucker. Fledermausärmel mal anders;)
Die Wolle Ecopuno von Lana grossa finde ich sehr ansprechend, mit einem grossen Anteil an Baumwolle, die ja kühlend wirkt;) Die Farbe finde ich frech und doch, so viel Orange, mal sehen, es gibt ja noch ganz viele andere Farben.


Wer soll es denn nun werden? 

Alle drei finde ich wirklich toll.

Wir werden sehen;)


Allen einen ganz schönen Sonntag!

Herzlich, Rita








06 Februar 2018

Sonnenanbeter





Schon lange wollte ich wieder mal eine Aminekokatze häkeln und passende Baumwollgarnreste  von Drops Muscat waren genügend vorhanden. 
Die Mietze war schnell gehäkelt und räckelt sich mun in der Sonne😊☀️





Allen einen schönen und sonnigen Tag!

Herzlich Rita



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