12 Juni 2025

Lagerabenteuer 3. Bericht



Mein Küchenalltag fing in der Regel so zwischen 06.30 und 07.00 Uhr an. 
Das Frühstück war die einfachste Mahlzeit, gerade mal die Milch musste erwärmt und das frisch gelieferte Brot geschnitten werden und alles andere Ungekühlte konnten am Abend davor oder morgens schnell hingestellt werden.




Kaum war dann das Frühstück fertig, alles abgewaschen, geputzt und versorgt, ging es schon an die nächste Mahlzeit. Oft gab’s eine Standortbestimmung, alles da? Änderungen im Menuplan? Frisches Obst/Gemüse da? Planen, einkaufen, rüsten, kochen. 



Älpler Magronen

Wir waren gefühlt immer in der Küche bis durchschnittlich 21.00 Uhr. 

Dazwischen mal eine kurze Verschnaufpause auf dem Küchenbalkon, unseren zweiten Lagerplatz für die Nahrungsmittel. 




Abends dann ein Spiel oder Schwatz mit dem Team am grossen Tisch.

Zum Schluss viel ich jeweils wirklich erschöpft in’s Bett, doch es war eine gute Müdigkeit. 

Vielleicht hatte ich noch verklärte Erinnerungen an meine Lagerzeit, 

denn die Lager-Küche ist eine ganz andere Liga. 



Das Kochen in den grossen Mengen war eine Herausforderung, die wir  rückblickend wirklich gut gemeistert hatten. Es gab für alle genug zu essen, für die Vegetarier, die Nicht-Schweinefleisch-Esser. Für die Laktoseintoleranten und die Tomatenallergiker. Soweit ich hörte,  hatte es allen gut geschmeckt und das war und ist mir die grösste Freude. 

Reste gab es natürlich auch, was uns immer wichtig war, diese möglichst zu vermeiden oder dann bei einer anderen Mahlzeit zu integrieren. 

Radieschen-Fliegenpilz


Wir hatten auch immer Kinder bei uns eingeteilt, die uns beim Kochen unterstützten, abwuschen, Gemüse rüsteten, in der grossen Pfanne umrühren, abschmecken und auch mit bestimmen durften, ob nun genug Salz, Rahm (Sahne) oder Kräuter in der Sauce waren. 

Einige waren mit Volleifer dabei und wollten immer wieder kommen. 



Ich hatte für die Helfer eine Schachtel Colafrösche dabei. 

Für die geleistete Arbeit gab’s bei mir immer einen Colafrosch, 

der sich im Lager zu einem kleinen Hit entwickelt hatte.




Morgen geht's weiter mit Teil 4.
Gute Nacht!


Herzlich, Rita













11 Juni 2025

Lagerabenteuer 2. Bericht

 


Das Lagerfeuer durfte im Lager nicht fehlen. Das Dessert  wurde dann am Feuer zubereitet, sogenannte „Smores“. Das sind geschmolzene Marshmallows zwischen zwei Butterkeksen, 
die süssere Variante mit einem Stück Schokolade dazu.






Die Zubereitung war simpel und mir war es besonders wichtig, beim Transport der Kekse zu achten, dass sie ganz blieben bis zum Lagerfeuer.


Ich habe davor noch nie so ein Teil gegessen. 


Mir sind persönlich die klassischen „Schokoladebananen in der Alufolie“ lieber, 

aber auch hier geht die Jugend mit der Zeit. 


Kleiner Tipp: Es gibt auch vegane Marshmallows für Kinder, die kein Schweinefleisch essen;)


Ein kleines Highlight im Lagertagebuch.




Herzlich, Rita





10 Juni 2025

Lagerabenteuer 1. Bericht



Ein richtiges Abenteuer durfte ich letzte Woche erleben, ein sehr strenges!

Ich wurde angefragt, kurzfristig die Lagerküche der 5./6. Klässler zu übernehmen. 

Die eigentliche Lagerköchin hatte das Bein bei einer Wanderung gebrochen 

und Ersatz musste gefunden werden.

Ich überlegte nicht lange und meine Männer daheim gaben mir grünes Licht. 


Als ehemalige und langjährige Blauring- Scharleiterin war ich viele Male im Lager. 

Mir gefiel diese Zeit immer und ich  wollte immer wieder mal zurück, als Köchin.

Ein lang gehegter Wunsch ging so nun in Erfüllung. 


Ich habe das ja so noch nie gemacht und nervös war ich, doch im Umfeld und vor allem aus der Schule erfuhr ich viel positiven Zuspruch und Glauben in meine Person und mein Schaffen.



Es gab sehr viel zu organisieren, nicht nur für das Lager, sondern auch Daheim sollte möglichst alles so weiter laufen können, auch ohne mich. 


Der Haushalt war organisiert, alles war gewaschen und geputzt, Kühlschrank gefüllt und alle hatten ein Ämtli bekommen.



Die Unterlagen und Planung für das Lager waren bereits aufgegleist, die Menüs geschrieben. 

Ich arbeitete mich in alles ein und hoffte, dass das alles irgendwie klappt. 


Der Grosseinkauf für 57 Kinder und 8 Erwachsene im CC hatte ich mit meinem Küchenpartner am Samstag davor getätigt und fuhr dann letzten Montag mit den Begleitpersonen, Lehrern und Kindern Richtung Berner Oberland.



Küche einrichten, Vorratskammer einfüllen, frisches Brot beim Bäcker, frische Milch beim Bauern, das Fleisch beim Metzger bestellt.


Das Lager konnte beginnen. 

Morgen geht's weiter;)



Herzlich Rita


02 März 2025

Mehr Farbe oder der Fasnachts-Mantel


Also das war so......

Das Jahresmotto meines Arbeitsortes, sprich Schule, war "Mehr Farbe".

Die Arbeitsgruppe für die Fasnacht war dann zum Entschluss gekommen, 
unter dem Motto "Malermeister" auf den Kinderumzug zu gehen.

Alle bekamen ein weisses Baumwoll-Tshirt in der Grösse 4XL....

Ich war während der Arbeit und im Unterricht nicht in der Lage, selbst ein Shirt zu bemalen, sondern machte das dann halt daheim. Und da ich das nicht mit Acrylfarbe machen wollte, sondern mit Stoff-Färbe-Farbe, machte ich kurzerhand ein Batik-Shirt draus.


Zuerst machte ich das Shirt nass, drehte das Shirt dann im Uhrzeigersinn zu einer Schnecke 
und befestigte das Ganze dann mit Gummibändern.

Dann verteilte ich die drei Grundfarben Rot, Gelb und Blau auf die Vorderseite- und Rückseite.
-> Wichtig: beachtet die Angaben auf der Verpackung der Farben und tragt Handschuhe!! 
Sowie Kleidung die auch mal einen Farbspritzer haben dürfen, 
also nicht  gleich die Sonntags-Seidenbluse....


Das Knäuel dann gut antrocknen lassen, die Gummis entfernen 
und das Shirt fertig trocknen lassen.


Ich habe dann mit viel heissem Dampf das Shirt, sprich Farbe fixiert.


Der Malerhut, der dazu gedacht war,  aus einfachem Zeitungspapier, war mir dann doch zu simpel.

Ich drehte mir aus Zeitungspapierstreifen Rosen;)


Den Hut sowie die Rosen bemalte ich mit Acrylfarbe, da ja das Wetter noch zu beachten war.
Alles nach dem Trocknen mit Heissleim angeklebt und zusätzlich mit Klarlack lackiert.






ABER

Das war ja noch nicht ALLES!!


Eine liebe Kindergärtnerin und Freundin war mit von der Partie und kam auf die Idee, ihren Fehlkauf zweier dünner Mäntel doch noch zu integrieren.
Sie legte diese Mäntel auf den angeklebten Boden im Kindergarten hin 
und liess ihrer kreativen Ader freien Lauf!!!


Sieht sooooo toll aus!!!!!


Ich fand in meinem Stoff-Fundus noch Resten von Tüll und Bändern, 
sowie weiche, Bommelchen, die ich erst kürzlch gekauft hatte.

Der Tüll wurde teils eingekräuselt, teils einfach in Falten 
und in Schichten aufgelegt und mit einem grossen Zick-Zack aufgenäht.


Die Bommelchen mit Glitzer-Heissleim aufgeleimt, war super funktionierte. Darum Glitzerleim, da ich dachte, fällt ein Bommelchen ab, glitzert es da trotzdem weiter;)









Dazu natürlich noch etwas farbige Haar und Dank Petrus trockenes, aber kaltes Wetter!


Wir sind natürlich ziemlich aufgefallen, aber sind dem Schulmotto mehr als treu geblieben, oder??


Wir und die Kids hatten grossen Spaß und so sollte es sein, farbig und fröhlich!!

Allen weiterhin eine schöne Fasnacht!!!


Herzlich, Rita



                            PS auf dem Weg zu Herti-Umzug.... (Quartierfasnacht bei meinen Eltern.....)




03 Februar 2025

Stirnbänder!!


Zwischen den Jahren war mir nach Farbe und einfaches, bald fertiges Stricken.

Das Muster dieser Stirnbänder ist so simpel und ist ein schöner Zeitvertreib, ohne gross studieren zu müssen.






Diese kuscheligen, pastellen Töne hatten es mir sehr angetan und es war ein Vergnügen, je nach Laune nach einer schönen Farbe aus dem Paket zu greifen.


Gestrickt in gut 2.5-3h auf dicken Nadeln.




Ein kuscheliges Vergnügen für warme Ohren;)

Sie wandern alle in meinen Geschenkekorb, drei sind bereits vergeben....

Allen einen ganz schönen Abend!

Herzlich, Rita



22 Januar 2025

Schwesters Pullover




Im September gestrickt, an Weihnachten geschenkt und 
nun zeige ich Euch den Kuschelpulli für meine Schwester.


In 2 Wochen gestrickt gewesen, ich war auf zack und die Anleitung von HIER funktionierte von A-Z.
Ich habe mich hier an die Woll- und Nadelangaben gehalten, was sich als richtig herausstellte.


Einzig die Armbündchen habe ich angepasst, mir war das alles zu weit und so habe ich die Maschenzahl quasi halbiert, um ein gemütlichen und doch flexiblen Armabschluss zu erhalten.


Sie trägt normalerweise Grösse S, ich habe den Pulli in Grösse M gestrickt, 
um möglichst an dieses Oversize - Feeling zu kommen. 
Und es passt, ihr gefällt der Pulli und steht ich auch sehr gut.
 

Weitere genaue Angaben, wie Wolle usw. findet Ihr HIER


Allen einen schönen Abend und habt's warm.

Herzlich, Rita



19 November 2024

Lebensblume


Hosen mit Löcher?? Gar nicht meins!
Aber gleich wegen eines Lochs die Hose entsorgen? Sicher nicht!

Nach ein paar Grübeleien, welche Technik ich anwenden könnte, 
kamen mir verschiedene "Mending" Bilder in den Sinn. 
Ein englischer Ausdruck, der übersetzt "reparieren" oder "flicken" heisst. 
Dahinter steckt aber noch viel mehr, es geht schon in eine, für mich, Art von Kunsthandwerk.

Der Sinn dieser Technik besteht darin, "sichtbar" das Kleidungsstück wieder tragbar zu machen. 
Es gibt viele verschiedene Stick-Möglichkeiten, 
in verschiedenen Garnfarben- und Qualitäten. 

Mach Dich selbst mal im Internet schlau;)


Ich habe mich für diese Technik entschieden, 
eigentlich eine Shashiko-Schablone (aus dem Internet), mit der Lebensblume. 
Das wasserlösliche Vlies auf ein Stück Freezerpaper gebügelt und durch den Drucker gejagt, 
ging wunderbar!
Das Vlies dann mit einem Patchworksprühkleber auf das Hosenloch geklebt. 
(Der Kleber und das Vlies liessen sich später wunderbar mit kaltem Wasser entfernen;)


Dann kam die Garnwahl, aus meiner gut ausgerüsteten Stickgarnkiste.
Ich habe mich dann an der Farbe der Hosennähte orientiert und fand, 
dass dieser gold-ocker ganz gut passen könnte.


Das Sticken ging ganz flott, habe mich einfachheitshalber an den Linien orientiert,
also nicht kreuz und quer, sondern eine Linie nach der anderen abgestickt, 
von oben nach unten, dann alle von links nach rechts, usw.


Erst zum Schluss sah ich, dass das Garn womöglich doch etwas zu dick war, 
doch nun wollte ich es aber nicht mehr ändern.


Die Hose dann in kaltes Wasser gelegt und das Vlies verschwand wie von Zauberhand;)


So wirklich kommt die Lebensblume nicht zur Geltung, 
aber mir gefällts und die Technik mache ich sicher wieder mal! 

Hose passt und gefällt;)


Vielleicht auch mal etwas für Dich? 


Ich wünsche Dir was Liebes!

Herzlich, Rita



Wenn du ng hinterlassen möchtest, freue ich mich sehr, weise dich jedoch (bezugnehmend auf die DSGVO) vorsorglich darauf hin, dass Angaben zu deinem Namen, der E-Mail und IP- Adresse, ggf. Homepage, die Nachricht selber sowie Datum und Uhrzeit des Kommentars gespeichert werden.
Du kannst den Kommentar jederzeit selber wieder löschen, oder durch mich entfernen lassen. Mit der Veröffentlichung deines Kommentares erklärst du dich hiermit einverstanden!

Kommentare, die Direktlinks zu unbekannten, bzw. Seiten ohne erkennbare URL- Adresse beinhalten, werden aus Sicherheitsgründen direkt gelöscht. Dafür bitte ich um Verständnis.
♥ DANKE ♥
(Weitere Informationen findest du in der Datenschutzerklärung hier auf meinem Blog.)
©